Nike+ Running

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Lange Zeit bin ich mit „Runtastic PRO“ gelaufen und immer recht zufrieden mit der App. Das es andere Tracking-Apps nicht leicht haben würden gegen den Platzhirsch anzukommen liegt daher auf der Hand. Da ich in letzter Zeit vermehrt mit dem Nike Run Club (NRC) unterwegs bin, füge ich mich aber nach und nach in das Nike-Ökosystem ein. Ob das wirklich die richtige Entscheidung in Bezug auf die „Nike+ Running“-App war, das erfahrt ihr hier.

Der erste Start

Nach der obligatorischen Frage, ob die App Push-Benachrichtungen senden darf, wird man mit einer Gruppe Läufern willkommen geheißen (Bild 1). Bei der „App-Tour“ wird über fünf bebilderte Seiten an die App herangeführt und die Grundfunktionen angesprochen. Entscheidet man sich für „Los geht’s“ darf sich angemeldet werden. Das ist entweder über das Nike+-Konto oder alternativ mit dem allgegenwärtigen Facebook-Button möglich.

Im nächsten Schritt wird gefragt, ob man seine Seele an Apple verkaufen und die aufgezeichneten Daten mit der Health-App synchronisieren möchte. Ein letzter Hinweis erscheint und die Initialisierung beginnt. Nachdem die Voiceover-Daten der jeweiligen Sprache heruntergeladen sind, landet man auf der Startseite (Bild 2).

Die Startseite

1/3 des Bildschirms wird mit der aktuellen Anzahl an gelaufenen Kilometern gefüllt. So ist man immer up-to-date und weiß direkt, wie es um den Trainingsstand steht. Meines Wissens nach wird hier nur der aktuelle Monat angezeigt. Direkt darunter in der zweiten Zeile teilen sich drei Informationen den Platz: Anzahl der Läufe, durchschnittliche Pace und durchschnittliches NikeFuel (quasi die Aktivitätsberechnung im Nike-Ökosystem).

Wiederum darunter befindet sich eine kleine Tabelle die anzeigt, auf welchem Platz man sich im Vergleich zu seinen Freunden einreiht. Das setzt natürlich voraus, dass man Freunde hat mit denen man sich messen kann. Hat man (noch) keine Freunde, ist diese Tabelle nutzlos.

Direkt darunter kann man über „Lauf starten“ direkt mit dem Training beginnen.

Lauf starten

Hier gibt es nun vier verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Wer einfach nur so laufen möchte, ohne einen Rekord zu brechen oder neue Rekorde aufzustellen, der wählt an dieser Stelle den „Basislauf“. Hier gibt es keine Limitierungen. Soll eine bestimmte Strecke gelaufen oder der letzte Lauf/Rekord gebrochen werden (wird in der Auswahl angezeigt), so kann man bei der nächsten Auswahlmöglichkeit die entsprechende Strecke wählen. Gleiches gilt für die kommenden Auswahlmöglichkeiten „Zeit“ und „Geschwindigkeit“.

Weitere Einstellmöglichkeiten sind Musik, ob Outdoor oder Indoor trainiert wird, die Ausrichtung des Smartphones (wozu?), die Applaus-Funktion via Facebook oder Pinterest für das Live-Tracking, sowie weitere Laufeinstellungen, auf die ich jetzt nicht weiter eingehen werde.

Als AppleMusic-Abonnent finde ich es schade, dass man zwar die Konnektivität über iTunes integriert hat, da aber nur lediglich „eigene“ Songs auswählen kann, also Alben und Titel, die man selbst gekauft oder in die Mediathek eingepflegt hat. Ein Zugriff auf die Inhalte von AppleMusic ist NICHT möglich. Nutzer von Spotify werden sich hingegen freuen, da hier ein perfekter Support gewährleistet wird.

AppleMusic-Abonennten schauen aber nicht in die Röhre. Es gibt auch die Möglichkeit „Andere/Keine Musik“ anzuwählen und sich seine Musik über eine andere Quelle ausgeben zu lassen. Hierbei ist das Zusammenspiel bei Ansagen der App und dem „Herunterregeln“ der Musik während der Ansage perfekt.

Zum Schluss sei noch das GPS-Signal erwähnt, welches in der rechten oberen Ecke angezeigt wird und über die Farbe signalisiert, ob das Signal schon bereit ist oder noch gewartet bzw. die Position verändert werden sollte. Hierbei ist mir aufgefallen, dass die „Nike+ Running“-App deutlich mehr Probleme hat ein Signal zu finden und das aufrecht zu erhalten im Gegensatz zu „Runtastic PRO“. Das kann absolut subjektiv sein, da die Technik ja eigentlich dieselbe ist (Tracking via iPhone) und „Nike+ Running“ evtl. eine kleinere Fehlertoleranz zulässt. Aber genau sagen kann ich es nicht (Bild 3).

Weitere Funktionen

Über das „Burger“-Menü bekommt man wie gewohnt Einsicht auf die weiteren Funktionen der App. Diese möchte ich hier nur kurz angesprochen haben, da das Hauptaugenmerk bei euch vermutlich auf das Running liegt. Sollten zu den anderen Funktionen noch Fragen auftauchen, fragt mich gerne:

Aktivität

Hier kann man sich in der Vergangenheit aufgezeichnete Aktivitäten anzeigen lassen, Rekorde einsehen, Läufe teilen und eigene Aktivitäten hinzufügen (Bild 4).

Freunde

Diese Funktion ist dreigeteilt. Unter „Monatlich“ sieht man die gelaufenen Kilometer des aktuellen Monats und seinen eigenen Rang im Vergleich zu seinen Freunden (Bild 5). Unter „Wöchentlich“ dasselbe nur für die aktuelle Woche und unter „A-Z“ kann man sich eine Liste der Freunde alphabetisch anzeigen lassen.

Challenges

Unter Challenges kann man eigene Challenges erstellen und mit Freunden teilen oder an erstellten Challenges teilnehmen. Hier geht es immer darum  ein bestimmtes Ziel in einer bestimmten Zeit zu erreichen, eine prima Motivation also für alle, die zweimal überlegen müssen, ob sie an dem Tag laufen gehen wollen oder lieber nicht. Innerhalb der Challenges kann man sich dann auch via Chat mit anderen aus der Gruppe austauschen.

Da es sich bei den Challenges um eine sehr interessante Funktion handelt, ich aber noch keine Erfahrungswerte habe, da ich die App selber erst kurz nutze, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal einen Langzeittest machen und näher auf der Thema eingehen.

Coach

Hier kann man sich für die Distanzen 5k, 10k, Halbmarathon und Marathon in den drei Stufen „Anfänger“, „Fortgeschritten“ und „Profi“ Trainingspläne herunterladen und danach auf sein Ziel zu trainieren.

Einstellungen

Sollte selbsterklärend sein.

Nike anzeigen

Über diesen Punkt wird die App verlassen und die Nike-Seite im Browser angezeigt. Hier hat man – natürlich – die Möglichkeit neue Nike-Produkte zu erwerben oder einfach nur ein wenig auf der Nike-Seite herumzustöbern.

Avatar und eigener Name

Hier wird noch einmal alles aufgelistet, was wichtig ist für das Laufen und hilft sich zu motivieren. Angefangen vom eigenen Farblevel (nach Kilometer eingeteilt) über die aktuellen Rekorde bis hin zu den Freunden und gejagten Trophäen gibt es hier nichts, was es nicht gibt.

Fazit und „was mir fehlt“

Mit „Nike+ Running“ hat Nike eine (fast) perfekte Symbiose zu den angebotenen Events vom NRC hinbekommen. Wer im NRC trainiert, wird auch früher oder später einmal diese App ausprobieren wollen. Einige Bugs (beispielsweise das Verschwinden der gelaufenen Kilometer, sobald man eine Challenge angenommen hat) sind etwas nervig und trüben den Spaß an der App etwas, aber ich hoffe mal, dass da noch nachgebessert wird. Was mir jetzt noch gefehlt hat ist ein Menüpunkt, über den man sich bei den NRC-Events anmelden kann. Das wäre ein toller Zusatz für die App, zumal die Anmeldeseite der Events schon responsiv umgesetzt wurde und eine einfache Einbindung ohne zusätzlichen, größeren Entwicklungsaufwand realisierbar zu machen wäre.

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