Smartphone-Armhalterung – Top oder Flop?

Lange Zeit bin ich mit meinem iPhone am Arm durch die Gegend gelaufen. Gründe dafür hatte ich genug. Welches Argument letztlich gegen die Armhalterung spricht und somit alle positiven Eigenschaften überdeckt, erfahrt ihr hier.

Pro

Lückenlose Erreichbarkeit, Musik während des Laufens, Informationen via App über die aktuellen Statistiken des Laufs und die aktuelle Position für den unwahrscheinlichen Fall, dass man sich verläuft. Alles ganz tolle Features die ich gerne benutzte.

Ihr kennt das sicher auch. Ihr lauft eine Weile vor euch her, genießt die Natur, die zwitschernden Vögel… den Autolärm, die Sirenen von Polizei und Feuerwehr, das Hupen ungeduldiger Autofahrer – und dann denkt ihr euch, wie schön es wäre, wenn man jetzt ein wenig Musik hören könnte. Mit Armhalterung und Bluetooth-Kopfhörern kein Problem.

Auch ist es immer gut, wenn man bei Notfällen oder anderen Eventualitäten erreichbar ist – gerade wenn man in der Natur unterwegs ist und eine Strecke läuft, die man noch nicht kennt bzw. sich auf der rausgesuchten Strecke verläuft. Soll ja alles schon mal vorgekommen sein. Spätestens dann ist ein Smartphone die Rettung in der Not. Mit Navi findet man garantiert den Weg nach draußen.

Immer up-to-date zu sein ist auch etwas sehr sinnvolles (zumindest für mich). Eventuell könnte man als Negativpunkt anführen, dass man sich zu sehr an die Ansagen hält und nicht sein eigenes Tempo läuft, sondern von der App „gesteuert“ wird.

Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Möglichkeiten das Smartphone mitzunehmen ist, dass es direkt am Arm getragen wird, also nirgendwo tatsächlich störend angebracht ist oder lose in einer Tasche rumgewirbelt wird. Der Nachteil ist, dass die Armhalterung eng am Arm sitzen sollte, damit sie nicht nach unten rutscht – aber das ist in meinen Augen zu vernachlässigen.

Contra

Was allerdings gar nicht zu vernachlässigen ist und letztlich dazu geführt hat, dass die Armhalterung – zumindest für den Sommer – ausgedient hat, ist, dass sie beim Laufen in der Beuge des Armes reibt. Wenn man also kurzärmlig läuft, was im Sommer ja eigentlich überwiegend der Fall sein sollte, sollte man keine langen Läufe mit der Armhalterung machen. Ich habe diese äußerst schmerzliche Erfahrung bei dem Halbmarathon am 03.04.2106 in Berlin machen müssen. Nach etwa 15 km hat mir die Armhalterung den Unterarm so sehr gereizt und aufgerieben, dass die letzten 6 km sehr schmerzhaft gewesen sind.

Fazit

Smartphone-Armhalterungen sind eine feine Sache. Wenn man nicht ohne sein Smartphone laufen möchte und es nicht als störend empfindet, dass das zusätzliche Gewicht sich an den Arm „drückt“, der wird kaum eine bessere Alternative für den Transport während des Laufens finden. Allerdings sollte man spätestens im Sommer darüber nachdenken vielleicht ohne Smartphone laufen zu gehen oder sich eine andere Transportmöglichkeit überlegen, da man bei kurzen Ärmeln Gefahr laufen könnte sich Verletzungen am Arm zuzuziehen.

Wie ist das bei euch? Lauft ihr mit einer Smartphone-Armhalterung und habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Habe ich einfach nur schlechte Qualität gekauft? Zugegeben, die Armhalterung war jetzt nicht die teuerste – auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass die teureren „besser“ sind, da das Prinzip ja dasselbe ist.

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Ein Gedanke zu “Smartphone-Armhalterung – Top oder Flop?

  1. Ich habe meine Armhalterung eigentlich fast nur bei warmen Temperaturen benutzt, im Winter hab ich es in der Innentasche der Laufjacke oder am vielfach erweiterbaren Gürtel von Tao.
    Die von Dir beschriebenen Probleme kenne ich nicht. In Nähe der Armbeuge kam die Halterung gar nicht, ich trage sie ja am Oberarm und da ist sie auch geblieben. Ist auch kein Hightech-Modell, sondern das Ding für 20€ von Runtastic.
    Muß dazu allerdings fairerweise sagen, das ich immer die Samsung Galaxy Minis hatte, vielleicht liegt es daran. Kritikpunkte hab ich aber dennoch. Bei warmen Temperaturen oder feuchter Luft, schwitzt das Handy darin sehr, was erstmal bestimmt nicht gut für die Technik ist, und dazu beschlägt auch noch die durchsichtige Folie, so das kaum was erkennbar. Bei Sonneneinstrahlung ebenfalls kaum was erkennbar.
    Die Bedienung ist ebenfalls oft sehr schwierig durch die Folie. Wenn man also darauf eine Lauf-App starten oder beenden will, muß man die Halterung erst abnehmen oder das Handy rein/raus fummeln.
    Das gleiche gilt, wenn man ein spontanes Foto machen will.
    Da ich aber das Handy inzwischen nicht mehr für die Apps brauche, sondern wenn überhaupt für Musik, hat sich der Ärger glücklicherweise erledigt. Dafür ist meine Halterung absolut ausreichend oder ich nehme den Laufgürtel. Viele schwören inzwischen auf den Formbelt, habe ich aber selbst noch nicht getestet.

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