Drittelmarathon: Check!

Vergangenen Sonntag war es soweit. Drei Wochen nach dem Halbmarathon stürzte ich mich erneut in einen Wettkampf, dieses Mal allerdings nur über eine Distanz von 14,065 km. Warum das dennoch ausgereicht hat und wie ich mich aktuell fühle, könnt ihr hier nachlesen. Eins ist sicher: so schnell wird jetzt erstmal kein Wettkampf mehr folgen.

Vorbereitung

Als Vorbereitung diente ein Lauf, den ich leider vergessen habe hier zu posten. Wahrscheinlich habe ich es deshalb vergessen, weil er absolut nicht erwähnenswert gewesen ist. Wer weiß? Jedenfalls war dieser Lauf zwei Tage vor dem Drittelmarathon auf meiner gewohnten Hausstrecke. Eigentlich wollte ich es etwas ruhiger angehen lassen und meine Pace etwas drosseln. Verglichen mit den Läufen davor ist mir das auch gelungen. Ich konnte die Pace um 30 Sekunden reduzieren und landete letztendlich bei 5:54 min/km. Ich könnte jetzt darüber debattieren, wie ich mich während des Laufes gefühlt habe, aber ich lasse lieber Bilder sprechen. Same procedure as every run:

Bildschirmfoto 2016-04-26 um 19.15.42

Ich bekomme meinen Puls selbst bei gediegenen Läufen einfach nicht runter, egal ob ich mich beim Laufen wohl fühle oder wegfließe, der Puls ist immer zu hoch. Mittlerweile bin ich deshalb ganz schön gefrustet. Komisch an dem ganzen ist nur, dass ich trotzdem besser werde. Ich verstehe das alles nicht. Naja, solange es mir gut damit geht, mache ich jetzt auch damit weiter!

Tag des Wettkampfes

Zwei Tage später ging es schon früh aus dem Bett raus. Um fünf klingelte der Wecker. Fünf? Fünf! War nicht gerade schön an einem Sonntag so früh geweckt zu werden – aber ich habe es ja so gewollt. Außerdem hatte ich erst zwei Medaillen und wollte das Trio komplett machen. Somit hätte ich dann drei Medaillen, einmal über 10 km, dann 14,065 km und schließlich über 21,0975 km. Dafür das ich erst Mitte Dezember mit dem Laufen angefangen habe, finde ich, kann sich das schon sehen lassen.

Aber zurück zum Sonntag… Es war schon den Tag davor richtig schön KALT!! draußen – vorbei ist es mit milden Temperaturen wie zum Halbmarathon, wo ja fantastisches Wetter war. Der Drittelmarathon hat das alles wieder relativiert. Es waren kalte 8°C, bedeckt und windig. Nicht gerade beste Bedingungen um in einen Wettkampf zu starten – zumindest für mich nicht. Außerdem war ich eigentlich auf Sightseeing aus, da ich das letzte Mal vor ca. sieben Jahren etwa in Potsdam war. Es sollte ein gemütlicher Lauf werden. Die Sonne sollte meinen Körper streicheln und mich durch Ziel schweben lassen. Aber nö! Das Wetter hatte andere Pläne mit mir. Zum Start kam freundlicherweise noch einmal kurz die Sonne raus. Die Zeit davor hieß es aber bibbern und frieren, die Zeit danach sowieso.

Der Lauf wurde von Wind und Regen begleitet, größtenteils war es aber tatsächlich trocken geblieben. Das hat die Sache zwar nur ein wenig erträglicher gemacht, aber immerhin hat es nicht die ganze Zeit geschüttet. Ich hatte dabei noch Glück. Nach 1:24:10 Stunden beendete ich meinen Lauf (mit zu hohem Puls – NATÜRLICH!) und einer Pace von 6:05 min/km und stellte mich an dem Zelt an, wo die Urkunden ausgegeben wurden. Jetzt kam etwas, worum ich die Läufer, die noch unterwegs waren, nicht beneidete. Hagel. Nicht ein bisschen, sondern gleich soviel, dass man kaum noch etwas sehen konnte. Es prasselte nur so auf uns nieder, war aber genauso schnell wieder weg wie er gekommen ist. Eine Abkühlung während des Laufens ist natürlich schön, aber so eine? Darauf konnte wohl jeder verzichten.

Dann gab es noch nicht einmal eine Urkunde, da die Systeme abgestürzt waren. Ein durchweg gelungener Tag, wenn ihr mich fragt – nicht gerade ein Werbevideo wert. Der Veranstalter hatte anfangs durchgesagt, dass es wohl das erste Mal gewesen sei, dass das Wetter nicht mitspielen würde. Ja klar, ich war ja auch da 🙂 Aber Spaß beiseite, war alles nur halb so wild.

Die Atmosphäre

Natürlich darf der Lauf an sich auch nicht vergessen werden. Ich war ja langsam unterwegs und bin während des Laufens beinahe stehengeblieben, von daher gibt es von mir nicht so viel zu berichten. Die Strecke führte durch grün bewachsene Straßen voller Einfamilienhäuser und Villen, durch die Innenstadt durch und durch normale Wohnviertel, wie man sie auch aus Berlin kennt. Ich weiß nicht, ob ich die Strecke jetzt besonders hübsch oder hässlich finden sollte, insgesamt war sie in Schulnoten ausgedrückt aber eine stabile 2+. Die Abwechslung hat es hier gemacht – und nicht zuletzt die Familien am Rand der Strecke.

Was ich besonders süß fand waren die „inoffiziellen“ Erfrischungsstände. Vom Veranstalter selbst gab es zwei, allerdings fanden sich auch Familien zusammen und haben ihre privaten Wasservorräte für die Läufer geopfert. Jedenfalls sah es für mich danach aus. Das hat mich schon ein wenig berührt. Zudem waren die Leute – auch wenn nicht so viele wie in Berlin zum Halbmarathon – sehr herzlich und mit vollem Einsatz dabei. Eine Familie hat sich bei den Anfeuerungen ganz heimlich auf Platz 1 geschoben. Das war ungefähr bei Kilometer 10, so ganz genau weiß ich es nicht mehr. Auf jeden Fall haben die so viel Krach gemacht, wie die ganze Innenstadt es nicht hätte besser hinbekommen können.

Vielen Dank an den Veranstalter und vielen Dank an die vielen Menschen am Streckenrand, die dem Wetter getrotzt und die Läufer angefeuert haben. Es war ein toller Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde. Im nächsten Jahr bin ich sicher auch wieder dabei.

Die Tage danach

Mir geht es erstaunlich gut, ich habe eigentlich gar keinen Muskelkater (was schonmal gut ist), werde es mir aber trotzdem nicht nehmen lassen mir morgen eine Ganzkörpermassage abzuholen, schön mit ätherischen Ölen und von einer professionellen Masseuse.

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2 Gedanken zu “Drittelmarathon: Check!

  1. Lisa schreibt:

    Wenn du immer schreibst, dass dein Puls zu hoch ist, du dich aber trotzdem gut fühlst: vielleicht ist dein Maximalpuls einfach höher als du glaubst und du läufst die ganze Zeit in deinem optimalen Bereich?

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    • Hallo Lisa,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich hatte auch schonmal überlegt, ob das der Grund sein könnte, allerdings hatte ich meine HFmax auch schon über eine Leistungsdiagnostik mit Laktat-Bestimmung ermitteln lassen.

      Mir ist aufgefallen, dass ich beim Spaziergang am Strand auch schon einen Puls zwischen 90 und 100 habe, obwohl das ja nun wirklich gar nicht anstrengend ist oder sein sollte. Aber ich habe da auch nur wenig Erfahrung sammeln können bisher und das Thema Herzfrequenz ist noch neu für mich.

      Ich denke die Zeit wird zeigen, ob du mit deiner These recht hast. Da ich jetzt eine Aktivitätsuhr habe, die auch trackt wenn ich mich nicht im Training befinde, kann ich das gut beobachten.

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